Geht es um Social Media, zeigen sich Bau-Leute gespalten. Von intensiver Nutzung bis zur völligen Ablehnung (aus Angst vor dem Unbekannten oder Zeitmangel?) ist alles dabei.Zu Unrecht, wie ich meine! Denn:

Wer glaubt, Bauunternehmer und Architekten lesen nur gedruckte Fachzeitschriften, irrt. Eine aktuelle Studie von BauInfoConsult aus dem Frühjahr 2024 zeigt: 64% der Bauakteure sind aktiv in sozialen Netzwerken unterwegs – und das im Durchschnitt auf drei verschiedenen Plattformen gleichzeitig. Die Nutzung hat sich in den letzten Jahren nicht nur intensiviert, sondern ist professioneller geworden.
Natürlich war das Vertrauen in das "deutsche" Business-Netzwerk Xing lange Zeit groß. Aber mal ehrlich: Wie viele "echte" Kontakte oder konkrete Bau-Aufträge haben Sie dort in den letzten Jahren wirklich gewonnen?
Fakt ist: Im B2B-Bereich hat sich das Blatt komplett gewendet. Laut aktuellen Langzeitstudien von Althaller Communication (2025) nutzen über 97% der B2B-Unternehmen im DACH-Raum LinkedIn, während Xing in der aktiven Kommunikation kaum noch eine Rolle spielt. LinkedIn ist der Ort, an dem Architekten, Fachplaner und Bauherren heute diskutieren, sich vernetzen und Fachwissen teilen.
Auch wenn Facebook oft skeptisch betrachtet wird: Hinsichtlich der reinen Verbreitung in Deutschland bleibt es stark. Und die Facebook-Schwester Instagram hat sich zum echten "Senkrechtstarter" am Bau entwickelt.
Besonders wichtig: Wenn Sie Nachwuchskräfte oder Handwerker suchen (Stichwort: Employer Branding), kommen Sie an diesen visuellen Plattformen kaum noch vorbei. Ein Video von einer kniffligen
Spezialtiefbau-Grube oder einem 3D-BIM-Modell sagt hier mehr als jede langweilige Stellenanzeige.
Und schließlich muss der Wurm (das Social-Media-Angebot) dem Fisch (dem Bauherrn/Bewerber) schmecken, nicht dem Angler (Ihnen als Planer)!
Nun reicht es natürlich nicht, nur ein Profil zu haben und sich zu wundern, dass nichts passiert. Geben und nehmen ist entscheidend – durch "Liken", Kommentieren und Teilen. So bleiben Sie im Gespräch (Social Networking).
Dabei müssen Sie keinen Vollzeit-Social-Media-Manager einstellen! Eine halbe bis eine Stunde pro Woche reicht m.E. für ein soziales "Grundrauschen" völlig aus.
Die entscheidende Frage für Bauplanundbüros und Bauunternehmen lautet: Sind Sie dort aktiv, wo Ihre Zielgruppe ist?
Mit welchen Inhalten punkten Sie? Fachartikel sind gut, aber "Blick-hinter-die-Kulissen"-Fotos, kurze Erklärvideos aus laufenden Projekten oder auch mal ein humorvoller Einblick in den Büroalltag
schaffen Vertrauen. Und Vertrauen ist der Anfang jedes guten Bauprojekts.
(Hinweis: Die Welt der sozialen Medien dreht sich schnell. Wenn Sie Fragen zur aktuellen Lage haben, melden Sie sich gerne per Mail oder telefonisch unter 0202 751933).
Wenn Ihnen das jetzt alles als viel zu viel Aufwand erscheint oder/und Sie nicht wissen, wie/wo Sie anfangen sollen, es aber interessant finden und wollen – dann habe ich jetzt zwei interessante Vorschläge:
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